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Blog "Autismus inklusiv!"
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Notwendige Rahmenbedingungen und gute Ansätze zum Thema Beschulung von autistischen Schülern wurden in zahlreichen Handreichungen und Empfehlungen verfasst.

Allein in der Praxis bleibt es oft glücklicher Zufall, ob man an "autismus-kompetente" Hände gerät, die Wissen was zu tun ist und die auch die Möglichkeit haben, es umzusetzen.
Mangelnde Ressourcen hebeln zu oft das Notwendige aus!
Und fehlendes Wissen nährt Unsicherheit im Umgang und in der Bereitschaft, etwas Neues zu wagen.

Und nun kommt aktuell eine ganz neue "unbekannte Größe" hinzu: Das
Thema Inklusion. Auch hier ist es wichtig, dass alle Beteiligten sich bewusst machen, was sie darunter verstehen, welche Bedürfnisse es gibt und wie immer leider auch welche Grenzen.
Lesen Sie
hier die aktuellen Gedanken dazu!


Das Wissen ist da. Die Erfahrungen sind da. Ideen sind da. Nun müssen wir nur noch alles zusammenbringen!



Auf unserer diesjährigen Veranstaltung zum Welt-Autismus-Tag am 02.04. in Bonn wird Prof. Dr. Rödler einen Vortrag halten zum Thema: "Zur Bedeutung des pädagogischen Blicks auf den Autismus" und es wird eine Workshopgruppe geben: Nachfragen zum Vortrag "Zur Bedeutung des pädagogischen Blicks auf den Autismus"/ Was bedeutet Inklusion heute ?"
Details entnehmen Sie bitte unserem Programm.


Auf unserer letztjährigen Welt-Autismus-Tag-Veranstaltung  in Bonn gab es eine Podiumsdiskussion zum Thema Autismus und Schule.

Das Konzept dieser Diskussion basierte darauf, möglichst viele unterschiedliche Sichtweisen miteinander zu "konfrontieren".
So trafen in dieser Runde ganz unterschiedliche Blickwinkel aufeinander: Verfechter der Meinung, eigene Autistenklassen seien nicht wünschenswert, erfolgreiche Umsetzer genau dieses Konzepts, selbst betroffene Eltern mit ganz unterschiedlichen (Leidens-)Wegen: Das eine Kind, das fortwährend erleben muss, dass es an Schulen unerwünscht ist oder das andere Kind, dass eine "Karriere" vom Schüler auf der GB-Schule bis zum heutigen Studenten hinter sich hat, Schulleiterin, Verbandsvorstand und Landeskoordinatorin in Sachen Autismus. So konnte jeder aus seinem individuellem Blickwinkel die Thesen des Abends beleuchten.

Leider konnte in Anbetracht der Kürze der Zeit und der Fülle der Themen viele Punkte nur kurz angefasst werden.

Deutlich geworden  ist vor allem Folgendes:

  • Es gibt immer noch zu viel zu häufig die Situation, dass autistische Schüler an einer Schule nicht erwünscht sind, häufige Schulwechsel in Kauf nehmen müssen und als letzte Konsequenz gar ganz -zumindest für einen längeren Zeitraum- ausgeschult werden.
  • Notwendiges Wissen über den Umgang mit autistischen Schülern würde mehr Lehrern und Schulen Mut machen, einen autistischen Schüler zu integrieren.
  • Das Fehlen des Förderschwerpunktes Autismus zieht eine Menge Nachteile mit sich. Vor allem ist die fehlende Schulung der Lehrer in Studium und Fortbildung zu nennen.
    Die Einrichtung eines Förderschwerpunkt Autismus fand breiten Konsens!
  • Autisten bedürfen besondere Spezialfächer, die sie auf die soziale Interaktion mit anderen Menschen vorbereiten. Es ist zwar sehr löblich, dass inzwischen vermehrt in einzelnen Schulen gesondert "Sozialtraining" angeboten wird, aber dieses deckt derzeit nicht den ganzen Bedarf. Warum nicht  zumindest stundenweise die autistischen Schüler zusammen nehmen und gezielt in diesen Fächern unterrichten?!
  • Auch wenn das Thema "eigene Autistenklasse" oft reflexartig abgelehnt wird, zeigen Erfahrungen aus der Praxis (hier konkret: Heinrich-Böll-Schule in Frechen), dass alle Beteiligten mit diesem Konzept wunderbar zurecht kommen können und die Schüler "gerne zur Schule" kommen. Hier sollte mehr in diese Richtung geforscht werden.
  • Überhaupt scheint Evaluation ein notwendiger Schlüssel für künftige Veränderungen zu sein. Erst wenn man schwarz auf weiß nachlesen kann, wie viele autistische Schüler betroffen sind, wie es ihnen, den Lehrern und auch den Eltern mit der aktuellen Schulsituation geht, hat man auch einen Anknüfpungspunkt für Politik und Verwaltung um tätig zu werden.

Ich möchte mich ganz herzlich bei den Mitdiskutanten bedanken:

Werte Mitdiskutanten, liebe Leser, der Autist Erik Körmann hat im Rahmen der Tagung zu diesem Thema gesagt: "Eine Wunde ist eine einfach zu behandelnde Sache. Aber sie behandelt werden muss."
Lasst uns in diesem Sinn dran bleiben an diesen Themen und sie über den Welt-Autismus-Tag hinaus anpacken.
Weitere Infos zu geplanten Folgeaktionen folgen. Anmerkungen und Wünsche jederzeit gerne bitte über das Kontaktformular!


Foto:
aboutpixel.de / Achtung Kinder © Mamphil


  • Infos rund um das Thema Schule und Autismus
  • Erste Konzeptideen als Diskussionsgrundlage und Denkanstöße
  • Diese Website soll für alle am Bildungssystem Beteiligten sein! Egal ob Sie Pädagoge, Eltern, Integrationshelfer oder vor allem selbst Betroffener sind.


  • Offenes Interesse oder zumindest Neugierde
  • Einbringen Ihrer Erfahrungen (positive wie negative), egal aus welcher Perspektive Sie auf dieses Thema schauen
  • Die verbindende Kraft des vielzitierten "WEB 2.0" erkennen:
    Allen von dem Projekt erzählen, die auch mit dem Thema Berührung haben. Nie war es in der Geschichte so einfach sich zu vernetzen, Wissen zu bündeln und daraus Konzepte zu entwickeln, die man alleine regional begrenzt niemals auf die Beine hätte stellen können!


Falls Sie mit den vorgeschlagenen Antworten nichts anzufangen wissen, schauen sie doch einfach hier mal nach.